[Überschrift Übersicht]

Hier entwickelten wir ein biophysikalisches, individuell-basiertes Larvenverbreitungsmodell, um die Auswirkungen ozeanografischer Variabilität und biologischer Merkmale (d. h. Larven-Diel-Vertikalwanderung (DVM) und temperaturabhängige Larvenentwicklung (PLD)) auf den Rekrutierungserfolg, die Verbreitungsdistanz und die küstennahen Konnektivitätsmuster zu bewerten. Wir wählten zwei Arten aus, die von der chilenischen handwerklichen Fischerei befischt werden: Loxechinus albus (20 Tage PLD) und Fissurella latimarginata (5 Tage PLD).

Eine Sensitivitätsanalyse wurde verwendet, um die Auswirkungen intrinsischer (DVM und PLD) und extrinsischer Prozesse (Freisetzungstiefe, Breitengrad und Zeitpunkt) zu untersuchen. Freisetzungsort und Zeitpunkt der Freisetzung erklärten jeweils (a) 24,30 % und 5,54 % (F. latimarginata) und 34,8 % und 4,19 % (L. albus) der beobachteten Variabilität beim Rekrutierungserfolg und (b) 23,80 % und 6,94 % (F. latimarginata) und 26,10 % und 19,60 % (L. albus) der beobachteten Variabilität bei der Verbreitungsdistanz.

Die meisten Rekrutierungen in lokale Populationen waren allochthon, mit geringen Selbst-Rekrutierungs- und lokalen Bindungsraten, einschließlich Arten mit kurzer PLD. Ähnliche geografische Muster von Quell- und Zielstärken wurden bei beiden Arten beobachtet, was ein geografisches Mosaik von Quell- und Senkenpopulationen mit relativ höherer Bedeutung in der nördlichen Region des Studiengebiets zeigt. Unsere Ergebnisse ermöglichen es uns, die primären Determinanten für den Rekrutierungserfolg und die Ausbreitungsdistanz für zwei wichtige, in Chile genutzte Arten zu identifizieren.